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Montag, 2. Februar 2015

Amsterdam 2015


Hey meine Lieben,

ich hatte ein super Wochenende!!! Ich habe am Freitag meinen Schatz vom Bahnhof in Rheine abgeholt und zusammen sind wir dann zu Anna und Philipp gefahren. Mit den beiden sind wir lecker essen gegangen und haben dann noch lange gespielt. Wir sind erst nach ein Uhr nachts los gekommen und als wir auf die Autobahn gefahren sind, hat es wie wild angefangen zu schneien und ich konnte kaum noch etwas erkennen. Mit 70 km/h bin ich über die Autobahn "geheizt" und habe mich wirklich wie ein Raser gefühlt. Es hat sich sofort eine Schneedecke gebildet und man konnte die Begrenzungsstreifen nicht mehr erkennen. Wir haben es aber doch heile und etwas später als geplant nach Hause geschafft. 

Für Samstag hatte ich ja die günstigen Bahntickets bekomme und so sind wir um 9 Uhr nach Amsterdam gefahren. Holland ist wirklich schön ländlich. Wir haben so viele tolle Landschaften gesehen - und viele Schafe, Kühe und Pferdchen. In Amsterdam sind wir zu Fuß auf Entdeckungstour gegangen. Die vielen Kanäle sind so romantisch und die süßen Häuser zum Träumen. Wir sind am Anne Frank Haus vorbei gelaufen und haben uns aber nicht in die ewig lange Schlange angestellt. Wir sind lieber durch die vielen kleinen Gassen und Brücken gelaufen. Die Sonne hat zwischendurch ihren Weg durch die Wolkendecke gefunden und so hat sie uns ein wenig gewärmt, denn es war doch sehr eisig. 


Richtig aufgewärmt und Kultur getankt haben wir dann im Van Gogh Museum. Wir haben die berühmten Sonnenblumen gesehen und viele tolle, für uns eher unbekannte, Werke. Ich hätte mir gerne das Bild " A starry night" angeschaut, aber das hängt im Museum of Modern Art in New York. Und auch das Bild "Café Terrace at Night" wäre schön gewesen zu sehen. Das hängt jedoch im Kröller-Müller Museum in Otterlo (NL). Vielleicht schaffen wir es ja mal dahin :-) Das ist ja nicht ganz soo weit weg.

Nach dem Museumsbesuch sind wir weiter durch die Amsterdamer Straßen gelaufen und haben dabei unser Abendbrot in Form von zwei XXL-Portionen flämischer Pommes gefunden (mit Käse-Soße für Fabi und Mayo für mich). Zum Nachtisch haben wir uns eine bunte Tüte mit holländischen Leckereien, wie Drop und anderem Gummizeugs zusammen gestellt. Und dann ging es auch schon Richtung Bahnhof und zurück nach Enschede.


Ich war auch total fertig. Mein Oberschenkel macht wieder Probleme. Die Zerrung ist wohl doch noch nicht ganz verheilt. Aber da muss man mal durch. Wir sind auch schon vor Mitternacht ins Bett gefallen. 

Gestern war verkaufsoffener Sonntag in Enschede und das musste ich ausnutzen. Ich war schon so ewig nicht mehr shoppen und ich wollte unbedingt diese eine Hose haben. Leider gab es sie nicht mehr bei Vero Moda und auch online gibt es sie nicht mehr in meiner Größe. Aber ich habe auch so ein paar schöne Sachen gefunden: zwei neue Strickjacken, drei Ordner (ich kann jetzt endlich die Materialien vom Premaster wegsortieren) und zwei Müslischüsseln.

Heute bin ich mit Fabi in die Bibliothek gegangen. Er hat schon wieder für seine nächste Prüfung gelernt und ich habe die Artikel für meinen ersten Masterkurs am Mittwoch vorbereitet und somit auch schon gleichzeitig meine ersten Zusammenfassungen für die nächste Klausurphase gemacht. Mittags haben wir uns mit Anna getroffen, die heute schon ihre ersten Kurse hatte. Sie war dann auch so nett und hat Fabi wieder mit nach Rheine genommen, wo er in die Bahn nach Hannover gestiegen ist.


Ich bin noch bis 18 Uhr in der Uni geblieben und habe weiter gearbeitet. UND!!! ich habe die Note für die Klausur von letztem Freitag erfahren! Ich habe eine 7 und bin darüber super glücklich! Ich habe mich ja nicht so recht darauf vorbereitet, oder sagen wir mal, dass ich es nicht ganz so ernst genommen haben, wie bei den anderen Klausuren. Aber es hat ja doch geklappt und jetzt brauche ich nur noch auf die Note von der Premasterarbeit zu warten. 

Jetzt gucke ich mir glaube ich noch einen schönen Film an und gehe dann ganz alleine ohne meinen lieben Fabi schlafen. Aber Donnerstag sehe ich ihn ja schon wieder :-)

Bis die Tage,

Dienstag, 27. Januar 2015

Kürzen, kürzen, kürzen - da geht noch was!


Hallöchen,

das schöne Winterwetter hat sich mal wieder in das typisch holländische graue Miese-Peter-Wetter verwandelt. Heute kam kurz die Sonne raus und ich wollte mich schon fast zum nächsten Park begeben, doch dann dachte ich mir, dass eh eiskalt draußen ist - ich hatte die Wahl zwischen: A) mir draußen auf einer eisigen Bank eine Blasenentzündung zu holen oder B) in meinem gemütlichen Bettchen mit Heffalump an meiner Seite zu lernen.... natürlich fiel mir dann die Wahl nicht mehr schwer.


Gestern habe ich also eine Zusammenfassung der Zusammenfassung gemacht und dabei knapp 55 Seiten "Communication Research and Design" produziert. Das habe ich mir ausgedruckt und in kleine Pakete aufgeteilt. Ich habe das ganze Ding sogar schon mehrmals durchgelesen und angefangen als Sprachnotizen aufzunehmen (weil ich nach der Hälfte erst mal eine halbe Stunde meine Augen entspannen musste). Aber irgendwie blieb nicht so viel vom Inhalt hängen.

Heute Morgen habe ich mich dann daran versucht, stumpf auswendig zu lernen  - das habe ich jedoch nach einer Doppelseite auch aufgegeben. Schlussendlich habe ich den halben Tag damit verbracht die genannte Zusammenfassung von 55 Seiten noch mal auf 28 Seiten zu reduzieren. Damit bin ich jetzt fertig  - jetzt kommt der schwierige Part: LERNEN! Ach und schon sitze ich wieder an meinem Blog, den ich ja in solchen Phasen als gute Ablenkung liebe.


Was mit übrigens sehr gut bei der Konzentration hilft: KEKSE! Und zwar nicht irgendwelche, sondern die besten wo gibt!! Das sind White Chocolate & Cranberry Cookies von Lidl. UNGLAUBLICH köstlich und unbedingt empfehlenswert!


Mein Frühstück habe ich mir auch versüßt. Ich esse ja gerne die Bärchenwurst, die es leider hier in Holland nicht gibt - aber ich habe jetzt einen Versuch des Ersatzes gestartet - und zwar mit Biene Maja-Wurst. Sie schmeckt nicht ganz so wie Bärchenwurst, aber sie kommt dem ganzen schon nah. Endlich mal eine Abwechslung zu Frischkäse. Ich bin froh, wenn Fabi diese Woche kommt und mir wieder Nachschub an Wurst bringt - da bin ich ja schon sehr verwöhnt.

Am Wochenende habe ich mich noch mal an Die Sims 4 getraut. Bei meinem ersten Spielversuch direkt nach dem es erschienen ist, war ich überhaupt nicht begeistert. Die Kameraführung hat mich total genervt und auch sonst hat es mich echt nicht vom Hocker gehauen. Jetzt bietet aber EA oder eher Origin an, dass man die Sims 48 Stunden gratis testen kann und ich habe mich vor meiner nächsten Prüfungswoche, also letztes Wochende, noch mal daran versucht. Und ich habe stundenlang gespielt! Es macht doch Spaß und ist gar nicht so schlimm, wie vor einem halben Jahr. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu groß. Ich kann jetzt aber bestätigen: Es lohnt sich! Ich warte nun glaube ich noch ein wenig ab bis ich es kaufe. Gerade steht es so bei 48 Euro. Vielleicht fällt der Preis ja noch ein bisschen und dann schnappe ich es mir.



Sooo...ich mach mich dann mal an den nächsten Lernversuch... aber bald ist ja auch schon wieder Abendbrotzeit... achherje... heute mache ich mir eine Paprika-Reis-Pfanne (vegetarisch). Viel geschnippel und viel Zeitverlust.... mal sehen wie ich das mache.

Ach und bevor ich es vergesse. Morgen wäre ja wieder Roller Derby Training. Meinem Oberschenkel geht es soweit eigentlich wieder gut, aber ich habe heute noch mal die Übung "auf einem Knie fallen" gemacht und dabei habe ich doch gemerkt, dass der Muskel noch ganz schön weh tut. Das wird wohl morgen nichts mit Training - und damit dann auch mit meiner Karriere als Roller Derby Star ;-) Rollschuhfahren macht echt super Spaß, aber vielleicht sollte ich es doch eher als Konditionsverbesserung ansehen und nicht als Vollkontaktsport. Schade, aber ist einfach nicht so mein Weg denke ich. Die Eastside Rock'n'Rollers werde ich aber trotzdem in der Zukunft unterstützen und mir die spannenden Partien anschauen. Gerade letzten Samstag war ja ein Spiel gegen das Team aus Köln. Leider haben "wir" verloren, aber die Kölner waren echt gut - viel jünger und schlanker im Allgemeinen fand ich. Es gab viele Fouls und ab und zu sah es ganz schön heftig aus... da wäre ich nicht gerne auf dem Track gewesen. Na ja... anfeuern werde ich die lieben Enscheder Ladys weiterhin, das ist sicher!


So, jetzt aber. Ran ans Werk!

Bis dann,

Montag, 26. Januar 2015

Eine Schneedecke hat sich über Enschede gelegt

University of Twente - mein Fakultätsgebäude
Ohhhhh wir haben heute Morgen die 10.000er Marke geknackt. So fängt der Tag doch super an! Ich wollte euch heute nur ein kurzes Update geben. Schließlich bin ich mitten in der Prüfungsphase und lenke mich nur zu gerne mit allem möglichen ab.

Also wie in wahrscheinlich vielen Orten im Westen von Deutschland hat es am Wochenende auch hier in Enschede geschneit. Ich bin zu einem wunderschönen Winterwunderland aufgewacht. Sowas habe ich ja echt gerne. Bei Schnee ist die ganze Welt einfach traumhaft schön und leise. 


In Deutschland ist es man ja gewöhnt, dass man schon morgens von den ganzen fleißigen Schneeschiebern wach gemacht wird - ein Geräusch der Vorfreude, auf das was einen draußen erwartet. Aber in Holland kennt man das wohl nicht so... Die Hauptstraßen werden hier von der Stadt freigeräumt - und damit meine ich wirklich nur die Hauptstraßen - ich habe mich mit dem Auto zum Supermarkt getraut und es war eine echte Rutschpartie. Und natürlich werden auch die Fahrradwege freigeschaufelt - aber wer zu Fuß unterwegs ist (ich weiß, das macht hier eh keiner), der hat echt Pech gehabt. Denn nur ganz wenige Stellen sind frei. 



Keine Überraschung - aber für eine Deutsche schon sehr merkwürdig anzusehen - fahren die Holländer natürlich auch bei diesem Wetter und frostigen Temperaturen mit dem Fahrrad. Also wenn ich schon Probleme mit dem Auto habe nicht ins Schlittern zu geraten, weiß ich nicht wie man auf zwei Rädern heile ans Ziel kommen soll. Meinen Respekt haben alle mutigen Radler auf jeden Fall verdient. Mein Fahrrad steht indessen eingeschneit in unserem Gang zwischen den Häusern. Meine bunte Blümchenkette stellt einen schönen Kontrast zum reinen Weiß da. Später ist noch die Sonne raus gekommen und der Schnee hat sich von seiner glitzernsten Seite gezeigt. 




Morgen werde ich euch noch kurz von dem Roller Derby Spiel vom Wochenende erzählen und was mich sonst noch so vom Lernen abhält.

Bis morgen,

Donnerstag, 22. Januar 2015

Post Nummer Zweihundert


Einen schönen guten Morgen wünsche ich. Ja! Kaum zu glauben, aber heute schreibe ich schon meinen 200sten Blogeintrag auf WhatAboutSunny. Natürlich habe ich damals alle meine Einträge von SunnyInHannover mitgenommen, aber trotzdem. Dreieinhalb Jahre berichte ich nun schon über mein Studentenleben in Hannover und Enschede und bald knacken wir die 10.000er Besuchermarke. Wie ich finde, ganz ganz spannend! Also hier noch mal ein Dankeschön an all die fleißigen Leser, denen mein Leben nicht ganz zu langweilig erscheint und meine täglichen Abenteuer verfolgen.

Apropos Abenteuer... da habe ich heute direkt zwei Geschichten für euch!

1. Ich habe vor einer Woche gemerkt, dass es in meinem Auto feucht wird. Meine Frontscheibe ist von innen einfach mal nass. Natürlich habe ich das bemerkt, als ich keine Zeit hatte ewig zu warten bis die Lüftung ihren Dienst erweist. Also habe ich erst mein Glück mit diesem gelben Schwamm versucht, den (so wie ich mich erinnere) meine Eltern auch für die Innenscheiben benutzt haben, wenn sie beschlagen waren. Das war aber eine Schnapsidee, da die Scheibe danach noch undurchschaubarer als vorher war. Also ging die Suche weiter. Ich habe zum Glück den Abzieher im Autoraum gehabt und nun also damit versucht von innen meine Scheiben abzuziehen. Ich kam mir schon echt doof vor (kein Vergleich zum zweiten Teil dieser Geschichte). Na nach einiger Zeit konnte ich dann zumindest so weit durch die Frontscheibe gucken, dass ich los gefahren bin. Gestern (zweiter Teil der Geschichte) bin ich abends also wieder ins Auto gestiegen - schon mit dem Gedanken, dass ich wieder feuchte Scheiben haben werde - aber falsch gedacht! Meine Frontscheibe war mal sowas von vereist (!!!) von innen. Ich konnte es kaum glauben. Ich musste also von innen mein Auto kratzen! Dabei bin ich mir so richtig dämlich bei vorgekommen. Der Schnee rieselte nur so aufs Lenkrad und sonst wo hin. Jetzt würde ich ja gerne mal wissen, woher das kommt. So geht das doch nicht weiter und schließlich haben wir Winter und das wird garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es Minusgrade gab. Hat jemand irgendeinen Hinweis? Tipp? Wie ich das verhindern kann? Ich bin für jede Hilfe dankbar!


Na ja... kommen wir zum zweiten Abenteuer. Ich bin gestern zu meinem zweiten Training bei den Eastside RocknRollers gegangen. Es war ganz komisch wieder auf Rollschuhen zu stehen - so als ob ich letzte Woche gar nicht da war. Aber ich bin schnell wieder rein gekommen und es hat super Spaß gemacht. Nach den ersten paar Malen "mit Absicht"-Hinfallen, habe ich schon gemerkt, dass mein linker Oberschenkeln irgendwie weh tut, als ob ich mir da wohl einen Muskel gezerrt hatte. Aber ich habe dann einfach mit dem rechten Bein weitergemacht. In der Mitte saß auch schon ein Mädel, die sich das Bein rieb. Na, wir haben dann mit Bremsen weitergemacht und wollten dann lernen wie man über Kreuz läuft. Das hat mal so gar nicht geklappt und dann bin ich auch noch nach hinten auf meinen Allerwertesten gefallen. Dabei habe ich dann den linken Oberschenkel so beansprucht, dass ich kurz durchatmen musste, bevor ich aufstehen konnte. Und das war dann das Aus für mich an diesem Abend. Auf der Bank saß das Mädel, dass sich schon beim ersten Fall (lustigerweise) auch den linken Oberschenkel gezerrt hatte. Nun saßen wir da zusammen und haben den anderen traurig und neidisch beim Rückwärtsfahren und Springen zugeschaut. Da ich aber noch unbedingt ein Foto von mir aus Skates haben wollte, war Felicity so nett und hat eins von mir gemacht. Was macht man nicht alles für ein Foto ;-) Sekunden nach dem Foto habe ich die Rollschuhe ausgezogen und habe versucht eine Position zu finden, in der das Bein nicht schmerzt (erfolglos). Mir hat Felicity nur so leid, da sie noch vom Bahnhof mit dem Fahrrad nach Hause fahren musste - also ich wäre keinen Meter weit auf einem Fahrrad gekommen. Das Autofahren war schon schmerzhaft genug. Ich bin nur im zweiten Gang gefahren, da ich die Kupplung nicht so oft treten wollte. Zuhause bin ich dann kaum die Treppen hochgekommen, aber heute geht es schon wieder. Treppen gehen, nur aufstehen und laufen sind nicht so angenehm. Ich bin froh, dass es nichts schlimmes ist und dass ich hoffentlich nächste Woche wieder hin gehen kann.


Sooo, morgen ist meine erste Prüfung und die Abgabe von meiner Premasterarbeit. Ich muss heute noch eine Menge schaffen, wenn ich mich nicht nur auf mein Glück verlassen will. 

Bis dann,

Donnerstag, 15. Januar 2015

Roller Derby Try-Out in Enschede bei den Eastside Rock'n'Rollers

Foto: Eastside Rock'n'Rollers

Hallöchen,
gestern war also der große Tag: Frischling-Training im Roller Derby bei den Enscheder Eastside Rock'n'Rollers. 

Als erstes mussten wir ein Erklärung unterschreiben, dass wir den Verein nicht verklagen, falls wir uns verletzen, da wir wissen, dass ein Vollkontakt-Sport ist und Verletzungen nicht auszuschließen sind. Danach ging es in die Umkleiden, wo wir unsere Schutzkleidung bekommen haben - Knie-, Elbogen- und Handgelenkschoner und einen Helm. Anschließend sind wir in die Halle gescheucht worden,wo wir unsere Rollschuhe bekommen haben. Wir Frischlinge haben dann erst mal ganz brav auf der Bank gesessen bis uns jemand von den Erfahrenen als Schützling zu sich genommen hat. Marloes hat sich natürlich für mich entscheiden - da wusste sie noch nicht was auf sie zu kam! Wir sind die ersten Runde ganz langsam gefahren und sie ist vor mit rückwärts gefahren und hat mich an den Händen festgehalten. 

Sie hat mir zuerst gezeigt, wie man richtig "steht" - das heißt eher so im Hocken mit geradem Rücken skatet (sehr anstrengend für Rücken und Oberschenkel - erinnert an die Stuhl-Position beim Yoga (die ich im übrigen nicht so gerne gemacht habe)).  Das richtige Fallen ist auch sehr wichtig. Entweder man fällt zu erst ein Knie und behält das andere Bein angewinkelt an dem Körper oder man fällt nacheinander auf beide Knie. Eine dritte Variante ist dann noch sich so klein wie möglich zu machen und auch mit den Händen auf den Boden zu gehen - in so einem Gemenge kann ja dann viel passieren, wenn man sich lang auf die ganze Strecke verteilt beim Hinfallen. 

Soweit hat alles gut geklappt und ich bin auch nur einmal "ungeplant" hingefallen - und dann auf meinen Allerwertesten. Dann sollte ich bremsen üben. Das stellte sich aber dann doch eher als eine Schwierigkeit heraus. Ähnlich wie beim Skifahren sollte ich mit den Innenseiten meiner Beine in die Außenkanten der Füße drücken und so zum Stehen kommen - nix da! Außer Meerschweinchen-ähnlichen Geräuschen kam da nichts zustande. Eine andere Variante ist es den einen Fuß quer hinter den anderen zu stellen und so zu bremsen. Aber auch das wollte nicht klappen. Marloes tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich ja immer Hinfallen kann, wenn es brenzlich wird.

Als nächstes hat sie mir gezeigt wie man eigentlich richtig fährt. Und zwar schiebt man dazu die Füße zur Seite und nicht nach Hinten und auf einmal habe ich richtig Fahrtwind bekommen - das war ein echt tolles Gefühl :-) Wir haben dann noch ein paar andere Fahrweisen versucht, aber dafür bräuchte ich noch mehr Muskeln an Stellen, die ich so sonst nie benutze. 

Nun waren wir, circa 15 Frischlinge, bereit um eine Runde "Reise nach Jerusalem" zu spielen. Dazu haben wir kleine Hütchen auf einer Linie auf der ovalen Strecke verteilt, um die wir herum fahren mussten. Wenn die Musik stoppte, sollten wir zu dem nächsten Hütchen (immer in Fahrtrichtung) laufen...ähmm ich meine fahren, bremsen und das Hütchen berühren. Zu meiner völligen Überraschung habe ich das Spiel gewonnen. Als nur noch eine andere Dame und ich übrig waren, stoppte die Musik genau nachdem wir an dem letzten Hütchen vorbei gefahren waren. Also mussten wir einen Sprint über die gesamte Strecke einlegen und mit einem wunderschönen Porutscher habe ich das Hütchen noch erreicht. :-)

Foto: Eastside Rock'n'Rollers
Zum Schluss haben wir noch eine Runde Derby auf Socken gespielt. Jeder musste mal den "Jammer" spielen. Das ist eine ganz schöne Rumgeschubserei sage ich euch. Und selbst auf Socken bin ich zwei Mal zu Boden gegangen. Als ich dann dran war und mich durch das "Pack" - also durch das Team zu mogeln, hatte ich ein kurzes Gefühl der Verzweiflung. Ich bin einfach nicht durch gekommen - und als ich es endlich geschafft hatte, musste ich ja dann die ganze Runde laufen nur um mich dann wieder durch die acht Teammitglieder zu manövrieren. Also auf Socken ist das Ganze ja noch nicht so meins - wobei Laufen an sich einfach nicht mein Ding ist. Auf Skates soll das ja noch mal anders sein und viel einfacher.... na wir werden sehen :-)


In dem Video sieht man, wie wir Socken-Derby gespielt haben. Mich sieht man auch kurz. Ich trage ein rosa Top (nicht zu verwechseln mit der Dame, die einen pinken Pullover trägt) und laufe unheimlich elegant wie eine Gazelle... nicht.

Nächste Woche gehe ich auf jeden Fall wieder hin. Man darf nämlich an drei Trainings teilnehmen, bevor man sich entscheiden muss, ob man ein Teil des Vereins werden möchte oder nicht.

Was den Muskelkater angeht: Also gestern Abend war ich völlig k.o.. Zuhause habe ich mich die Treppen hochgequält und mein Rücken tat einfach nur weh. Nach einer langen, heißen Dusche ging es mir schon deutlich besser. Dann habe ich leider einen bösen Migräne-Anfall bekommen und ich bin direkt ins Bett gegangen. Aber das Gefühl von "heute habe ich etwas für mich und meinen Körper getan" war echt toll und hält auch noch heute an. Mein Muskelkater ist nicht zu schlimm, freiwillig mehr als nötig die Treppen steigen, muss ich aber trotzdem nicht. :-)

Also zusammenfassend: Ein tolles Erlebnis - zum Weiterempfehlen!

Bis dann,

Dienstag, 9. Dezember 2014

1500 Kilometer auf der Autobahn


Hallöchen,

ich habe ein tolles Wochenende hinter mir. Freitag bin ich mit dem Flixbus von Enschede nach Hannover gefahren, wo mich Fabi am Bahnhof begrüßt hat und mich zu Maria begleitet hat. Dort haben uns dann Ulla und Markus eingesammelt und zu viert haben wir uns auf den Weg nach Gera gemacht. Dort kommt Markus nämlich her und es wurde langsam echt Zeit, dass wir uns seine Heimat angucken. Wir sind zwar ziemlich spät angekommen, aber nach einem Teller selbstgemachten Kürbissuppe sind wir noch ins Winterdorf gegangen. Dort haben wir drei verschiedene Glühweine probiert - den Traditionellen, Apfelglühwein und weißen Glühwein. Natürlich alle mit einem Schuss Amaretto! Anschließend sind wir noch für einen Sambuca bei "Murphy's" vorbei gegangen. Sambuca für einen Euro! Das gibt's nur im Osten :-P


Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück und sogar der Nikolaus hat uns dort gefunden! Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Dresden gemacht. Und das war wirklich sehenswert. Natürlich war es an einem Samstag total überfüllt, sogar so sehr, dass wir zwischenzeitlich in der Menge stecken geblieben sind. Es ging weder vorwärts noch rückwärts. Der Weihnachtsmarkt war riesig und hat sich über die ganze Stadt erstreckt. Überall hat es wunderbar nach gebrannten Mandeln und Glühwein geduftet. Die Häuser waren alle super schön. Da merkt man erst, wie neu doch Hannover ist. Einfach unglaublich wie viel doch noch aus den vergangenen Jahrhunderten erhalten geblieben ist. Natürlich wurde viel zerstört, aber was noch da ist, ist echt schön. Eigentlich wollte ich an diesem Tag eine Thüringer in Thüringen essen, aber mich hat das Knoblauchbrot mit Käse und Tomaten irgendwie mehr angelächelt. Und somit muss ich diesen Punkt auf meiner Liste noch ein anderes Mal abhacken.


Abends sind wir nach Kahla gefahren. Das ist ein kleiner Ort circa 50 Kilometer von Gera. Dort hat die Band Biba und die Butzemänner gespielt und Wenke Weber, Moderatorin der Morningshow bei Antenne Niedersachsen hat aufgelegt. Markus kennt die natürlich, weswegen wir auch auf der Gästeliste standen. Das war übrigens mein erstes Mal, dass ich irgendwo auf der "VIP"-Liste stand. Die Band hat richtig gute Stimmung gemacht und ein tolles Repertoire an Liedern gehabt. Für jeden war da was dabei. In den Pausen hat Wenke den DJ gegeben und als ich mir "All about that bass" gewünscht habe, lief es auch prompt als nächstes Lied. So gefällt mir das :-) 


Sonntag haben wir uns noch kurz den Weihnachtsmarkt in Gera angeschaut, bevor wir dann nach Leipzig gefahren sind. Das ist auch eine hübsche Stadt. Die alten Gebäude waren alle einfach riesig. Unglaublich wie die das alles früher gebaut haben. Leipzig ist auf jeden Fall noch mal eine Reise wert! Der Weihnachtsmarkt war auch sehr schön, obwohl mir der in Dresden doch noch etwas besser gefallen hat. Hier habe ich dann aber auch endlich meine ersehnte Thüringer bekommen - zwar nicht in Thüringen, aber immerhin näher dran, als jemals bevor. Gegen späten Nachmittag sind wir wieder nach Hannover gefahren, wo wir pünktlich zum hannoveraner Tatort angekommen sind. Maria, Ulla und Markus haben mich bei Fabi rausgeschmissen und sind dann zu sich gefahren. Es war wirklich ein tolles Wochenende mit ihnen. Schade, dass Nina und Anna nicht mitkommen konnten. Aber spätestens zu Silvester sehe ich sie ja alle wieder! 


Heute Mittag musste ich mich dann auch von Fabi verabschieden. Ihn sehe ich erst im neuen Jahr wieder, was mich schon traurig stimmt. So ein Neujahrskuss lasse ich mir nur sehr ungern entgehen. Nach einer angenehm ruhigen Busfahrt bin ich nun wieder in Enschede angekommen und die Realität hat mich schon längst wieder eingeholt. Meine Gedanken kreisen schon wieder um meine To-Do-Liste für meinen morgigen Tag in der Bibliothek und Hausaufgaben für diverse Kurse haben sich natürlich auch angehäuft. Eine schöne Woche wünsche ich euch!

Bis dann,

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Ein Traum von einer Fleischkrokette

Oma mit neuem Schal und ich mit neuer Mütze

Hallöchen,

heute habe ich hohen Besuch aus dem Ruhrgebiet bekommen. Meine Oma und mein Onkel Detlef haben mich besucht. Das war eine echt schöne Idee von den beiden. Schließlich hat Oma mich seitdem ich studiere nur einmal in Hannover besucht und da habe ich noch im Studentenwohnheim gewohnt. Viel hat sich also geändert. Die typische WG-Bude musste sie aber hier trotzdem erleben. Mein Zimmer fanden die beiden sehr gemütlich und Oma meinte, dass ich es sehr stilvoll eingerichtet habe - das hätte ich von Opa geerbt (er war nämlich Architekt und hat immer und überall an der Einrichtung rumgebastelt). Als kleines Mitbringsel aus Deutschland haben mir die beiden Chips und Schokobananen mitgebracht - meine liebsten deutsche Dinge! 

Nachdem wir erst einmal viel gequatscht haben und ich ihnen von meinen Erfolgen mit WeightWatchers erzählt habe, sind wir mit dem Auto zum Campus gefahren. Dort sind wir ein wenig umher geschlendert und ich habe ihnen die Bibliothek (mein zweiter Wohnsitz) und alle anderen wichtigen Gebäude gezeigt. Anschließend habe ich Omas großen Wunsch erfüllt: Fleischkrokette mit Pommes Mayo! Detlef hat sich für eine Frikandel entschieden und da ich nicht so verrückt nach diesen fleischigen holländischen Spezialitäten bin, bin ich bei Pommes geblieben. Die kleine Imbissbude bei mir um die Ecke ist gerade einmal so groß, dass eine Sitzbank rein passt und da haben wir uns niedergelassen. 

Niederländisch genießen

Dann ging es in Richtung Stadtzentrum. Dort mussten wir erst einmal den Hindernisparcours im Parkhaus überwinden. Die Auffahrten waren wirklich nicht für normal große Autos gedacht - der Architekt war wohl kein Fan von Wendekreisen, denn die hat er absolut nicht beim Bau bedacht. Zuerst sind wir in einen Laden gegangen, der ganz viel Kram und nützliche Spielereien für die Küche verkauft. Dort hat Oma mir einen kleinen Tellerchen für Teebeutel gekauft. Total süß - es sieht aus wie eine Teekanne und hat seinen ersten Einsatz erfolgreich bestanden.

Teezeit

Oma wollte noch unbedingt nach einem neuen Schal für sich gucken und den haben wir bei C&A gefunden. Rosa-grau-weiß gestreift ist es geworden. An der Kasse wurden wir mit einer tollen Weihnachtsaktion überrascht: 50% Rabatt auf alle Winteraccessoires! Detlef und Oma haben mich dann schnell noch mal in die Abteilung geschickt, so dass ich mir auch noch was schönes aussuchen konnte. So ein Angebot darf man ja nicht einfach so vorbei gehen lassen. Ich habe mich nun für eine dunkel rote Mütze mit dickem Plüschbommel entschieden - dieses Mal hat Detlef spendiert. Also wenn das so weiter geht, dann dürfen meine Verwandten gerne alle mal vorbei schauen! (Ich meine nicht, dass sie sonst nicht willkommen wären :-) )

Detlef und ich nach erfolgreichem Rabatt-Shopping

Nach einem heißen Kakao in einem Café mit exklusivem Auftritt einer Zwarte Piets Gruppe, sind wir wieder zum Auto gelaufen und haben uns bei -3 Grad die Nasen abgefroren. Die beiden haben mich dann Zuhause rausgeschmissen und haben sich dann auch auf den Heimweg gemacht. Das war wirklich ein schöner Tag und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch!

Jetzt genieße ich den Abend noch mit meinem neuen leckeren Tee, der heute morgen in meinem Adventskalender war (Himmelszauber - Winterpunsch Mandel von Meßmer) und freue mich auf nächstes Wochenende. Ich habe nämlich gerade meine Bustickets für Enschede - Hannover für 11€ (!) gebucht. Von Hannover geht es am Freitag dann mit Maria, Ulla und Markus nach Thüringen - Weihnachtsmärkte begucken! Ich bleibe dann noch einen Tag länger in Hannover, um meinen liebsten Fabi noch ein letztes Mal vor Weihnachten und dem neuen Jahr zu sehen.

Bis dann meine Lieben,

Montag, 17. November 2014

Meine Eltern zu Besuch in Holland


Hallöchen meine Lieben,

na habt ihr das Wochenende auch gut überstanden? Meine Eltern waren hier und haben mir gaaaanz viele tolle Sachen mitgebracht. Es war schon fast wie Weihnachten und wenn man bedenkt, dass hier in Holland wohl gerade die "Sinterklaas"-Zeit angefangen hat (dazu später mehr), passte das alles ganz gut. Eigentlich wollte ich am Freitag noch ein bisschen was für die Uni schaffen, aber der Plan ist natürlich kläglich gescheitert, da ich nicht in die Bibliothek gefahren bin, sondern Zuhause geblieben bin. Am späten Nachmittag sind die drei (Mama, Papa und Valentin) in meiner neuen Wahlheimat angekommen. In der großen Geschenkekiste waren: Ein Adventskalender mit diversen Beautyartikel, meine Lieblingschips, eine neue Uhr, neue Hausschuhe in Bärenoptik mit Schwänzchen, selbstgestrickte Weste - Schal - und Stirnband, und eine extra große Füllung mit Watte für Heffalump - der nun wieder aufrecht sitzt und den Kopf oben halten kann. Außerdem gab es einmal Komplettservice für meinen Laptop und eine Umtauschaktion von meiner Matratze. Am ersten Abend waren wir in dem Restaurant in meinem Haus essen. Die Speisekarte war zwar sehr übersichtlich, aber das Essen war seeeehr lecker. Mein Schnitzel kann man jedoch nicht mit unserer deutschen/ österreichischer Vorstellung von einem Schnitzel vergleichen. Es bestand eher aus einer pürierten Fleischmasse mit Kräutern, die zu einem flachen panierten "Schnitzel" geformt wurde. Also vom Geschmack her nicht ganz wie unser Schnitzel, aber trotzdem lecker. Papa hatte seine geliebten Spareribs und Mama eine Hähnchenpfanne. Als Vorspeise wurde frisches (und verdammt lecker duftendes - und schmeckendes) Brot mit drei verschiedenen Dips serviert. Meinem Vermieter gehört das Restaurant und die erste Runde Getränke ging aufs Haus. Es hat also seine Vorteile über einem Restaurant zu wohnen - zusätzlich zu den extra großen Mülleimern direkt vor der Tür. 


Samstag haben wir in dem Hotel gefrühstückt, wo meine Eltern geschlafen haben. Unter Brötchen verstehen die Holländer übrigens auch etwas anderes... schon mal Hamburgerbrötchen mit Marmelade gegessen? Abends haben wir dann auch da gegessen und das war super lecker. Ich habe mir zum ersten Mal Hähnchen in Erdnusssoße bestellt und es war himmlisch. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das so gut schmeckt. Papa hatte ein Cordon Bleu und Mama eine panierte Hähnchenbrust. Danach sind wir noch zu meinen Eltern aufs Zimmer gegangen und haben auf dem einen der zwei einzigen deutschen Fernsehsendern "Verstehen Sie Spaß" geschaut. Ganz traditionell und so wie früher: Ich in der Besucherritze mit Mama und Papa rechts und links von mir. Valentin lag glücklich und vollgefressen auf seiner Decke. In dem Restaurant war die Kellnerin ein großer Hundefan und hat nicht nur uns mit Leckereien versorgt. In der Karte gab es sogar eine halbe Seite mit Menüs für den modernen Hund. Verrückt! :-)


Heute hatte ich wieder Vorlesungen und in einer ist etwas passiert, dass wohl nicht überall passieren kann. An unserer großen Fensterwand ist doch tatsächlich ein LKW von der örtlichen Bierbrauerei Grolsch vorbei gefahren und auf dem Anhänger war eine XXL-Bierflasche abgebildet, die natürlich jede Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Als ich (heimlich) ein Foto davon machen wollte, ging mein wunderschönes Blitzlicht am Handy an und ich habe meine Handy schnell wieder unter dem Tisch verschwinden lassen. Glücklicherweise konnte Gabi ein gutes Foto machen und war so nett es direkt mit mir zu teilen, damit ich es euch zeigen kann... habe mich da schon ein wenig wie Gossip Girl gefühlt (wer die Serie nicht kennt,die ich momentan verschlinge wie nichts gutes: Es geht um eine Bloggerin, die über die Reichen und Schönen - na gut der Part passt gerade nicht so - schreibt, aber nie selbst an Ort und Stelle des Geschehens ist, sondern Fotos und Geschichten immer von anderen zugeschickt bekommt).

Foto: Gabriel Huluba
Ach und als Papa und ich am Samstag meine Matratze bei Ikea in Hengelo umgetauscht haben, sind wir auf dem Rückweg zum ersten Mal zwarte Piet (schwarzer Peter, Begleiter von Nikolaus) begegnet. Es gab wohl eine Parade und überall waren schwarzgemalte Gesichter in bunten Kostümen zu sehen - Frauen, Männer, Kinder, auf dem Fahrrad, in Traktoren -- überall! :-) Ich werde mir heute mal das Kapitel zu diesem geselligen Vertreter der Weihnachtszeit in meinem Buch "Stuff Dutch People Like" durchlesen. Ich muss ja schließlich wissen, womit ich es hier zu tun habe.


Bis die Tage,


Montag, 10. November 2014

Fabis Abenteuer in Holland


 Hallo meine Lieben,

Ich erlebe gerade meinen ersten “Internetausfall” in den Niederlanden. Schon irgendwie komisch so ganz abgeschottet zu sein. Wie sehr man sich doch ans Internet gewöhnt hat und es vermisst, wenn es einmal nicht zur Verfügung steht. Da will man eben mal ein Wort nachschlagen und schon ist man aufgeschmissen – ein Wörterbuch habe ich nämlich nur in Niederländisch-Deutsch, Deutsch-Niederländisch. Na aber zum Glück habe ich ja noch so eine tolle Übersetzungs-App, die gar kein Internet braucht. Na aber ist ja jetzt auch egal. Ich wollte euch eigentlich von meiner Woche mit meinem Schatz erzählen. Denn Fabi ist letzten Montag angekommen und ich habe versucht, die schönen Seiten Enschedes zu zeigen (nicht, dass es schlechte geben würde). Die Schwierigkeit war nun nur, dass ich ja am Donnerstag noch meinen Theorieteil der Premasterarbeit abgeben musste und ich dafür noch was tun musste. Das traf sich aber ganz gut, denn Fabi wollte auch schon mal was für seine nächste Prüfung lesen. Montag haben wir also einen ruhigen Abend Zuhause genossen. Dienstagvormittag haben wir zum Arbeiten genutzt und sind nachmittags nach Rheine zu Anna und Philipp gefahren.  Mit denen sind wir lecker Chinesisch essen gegangen und auf dem Rückweg haben wir das Bringdienstauto von McDonald’s gesehen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Sowas gibt’s wirklich! Wieder daheim bei Hazel und ihren Menschen haben dann echt noch bis 3 Uhr gequatscht. Ich war todmüde, als wir um 4 ins Bett gekommen sind.


 Mittwoch hat Fabi mein Fahrrad repariert und sind dann in die Stadt gefahren. Alex war so nett und hat Fabi sein Fahrrad geborgt. In der Innenstadt haben wir ein paar Besorgungen gemacht und uns umgeschaut. Donnerstag sind wir in dem Park gegenüber von meinem Haus spazieren gegangen. Wir konnten den Sonnenuntergang durch die bunt gefärbten Bäume sehen. Das war sehr schön. Kurz vor Mitternacht bin ich dann auch mit meiner Arbeit fertig geworden und wir konnten uns mit Käseüberbackenen Nachos und ein paar schönen Filmen belohnen. Freitag sind wir zum Campus gefahren, wo ich meine Arbeit noch ausgedruckt meinem Professor geben musste. Anschließend haben wir die Uni zu Fuß erkundet. 


Samstag stand dann ein weiterer Wandertag auf dem Programm. Dieses Mal hat sich Fabi ein paar Parks in der Umgebung rausgesucht. Abends haben wir Hamburger gemacht. Leider war das doch nicht so ein tolles Erlebnis, wie gedacht. Denn die Rindfleisch Pattys, die man hier in Holland kaufen kann, schmecken eher wie Frikadellen und sind nicht so knusprig, frisch und "Rindfleischlastig", wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Und wenn selbst Fabi einen Burger stehen lässt, soll das wohl was heißen. Schön anzusehen, waren sie aber allemal :-)


Sonntag hat mich Marloes zu ihrem Roller Derby Spiel eingeladen. Das ist eine echt coole Sportart und ganz schön rabiat – Fabi meinte, dass das doch was für mich wäre… ich bin da nicht so überzeugt von. Na auf jeden Fall geht es um Frauen auf Rollschuhe und sehr viel Körperkontakt. Mir tat schon ab und zu das bloße Hinschauen weh, aber ich will auf jeden Fall noch mal zu einem Spiel gehen. Es ist echt spannend und aufreibend. Natürlich hat das Team aus Enschede haushoch gewonnen und somit war das noch ein krönender Abschluss für Fabis Woche in Holland. Da die Bahn aber mal wieder ihre Arbeit nicht ausführte (oder eher zum Glück für mich) musste Fabi noch eine weitere Nacht bei mir bleiben und so habe ich ihn heute Morgen vor meiner ersten Vorlesung zum Bahnhof nach Bad Bentheim gebracht, von wo aus er den IC nach Hannover genommen hat. So schnell ging auch wieder eine Woche vorbei und nun geht es auch schon weiter mit dem Unistress des neuen Quartals… aber dazu morgen mehr!



Bis morgen,