Posts mit dem Label Ismay werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ismay werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 19. September 2014

Avocadosalat auf Lachs

Goede dag,

ich war ja Dienstag in der Stadt und bin mit einem Platten nach Hause gekommen. Nun ja, da keiner meiner neugewonnenen holländischen Freunde helfen konnte, bin ich zur Fahrradwerkstatt auf dem Campus gefahren (so lange haben die Reifen noch gehalten). Dort habe ich dem Herren versucht klar zu machen, dass ich gerne neue Reifen haben möchte und habe ihm schon mal einen Schlauch mitgebracht, da ich den noch Zuhause hatte. Er meinte, dass ich das Fahrrad am nächsten Tag wieder abholen kann. Nun gut. Dann bin ich also am Mittwoch mal mit dem Bus nach Hause gefahren - ist ja auch mal ganz schön. Gestern bin ich dann also wieder hin und wollte mein schön geblümtes Rad abholen. Doch leider hing mein Fahrrad immer noch in luftiger Höhe in der Werkstatt mit meinen alten Reifen. Dieses Mal war ein anderer Herr da, der nicht so recht wusste, was er mit meinem Fahrrad denn eigentlich tun sollte. Also habe ich es ihm noch mal erklärt. Damit ich nicht wieder mit dem Bus fahren musste (und 1,50 pro Fahrt läppert sich ja doch irgendwann), gab er mir ein Ersatzfahrrad. Es hat winzige Räder und fuhr sich ganz merkwürdig... aber Hauptsache ich habe einen fahrbaren Untersatz. Als ich heute Morgen aufgewacht bin hat es in Strömen geregnet - und ich dachte mir so "Heute fährst du garantiert nicht mit dem Fahrrad zur Uni". Also bin ich mit dem Auto gefahren und bin in der Pause zur Werkstatt hin, um mein richtiges Fahrrad abzuholen. Dieses Mal war auch alles fertig und der Preis hat mich dann auch noch überrascht. Ich hatte eigentlich mit Minimum 20-30 Euro pro Reifen plus Schläuche plus Arbeitsaufwand gerechnet. Also so 70 Euro. Aber anscheinend gab es da einen Paketpreis und ich bin mit knapp 54 Euro davon gekommen. Aber irgendwie macht das Fahrrad nun komische Geräusche beim Fahren - ich bin kein Experte und lasse mich schon von den kleinsten Abnormalitäten beunruhigen. Ich beobachte das mal weiterhin...

Mein Ersatzfahrrad

Am Mittwoch habe ich wieder mit meinen holländischen Freunden zusammen gekocht. Diese Woche waren wir bei Julien zu Gast. Jeroen hat das Rezept mitgebracht: Avocadosalat auf Lachs mit einer Zucchini-Suppe als Vorspeise. Da ich ja keinen Fisch esse, gab es für mich Brot dazu. Es war wirklich lecker. Ich habe noch nie zuvor Avocados gegessen und ich bin echt begeistert. Auch die Suppe war, wie die Holländer sagen, lekker :-) Anschließend haben wir wieder ein bisschen holländisches Fernsehen geschaut - natürlich war "Goede tijden, slechte tijden"auch dabei. 

Zum Nachkochen

Heute haben wir in dem Tutorial zum ersten Mal wirklich gerechnet. Bei den Hausaufgaben habe ich es schon mal selbst probiert und die "Item-Variance" per Hand ausgerechnet - woran ich natürlich kläglich gescheitert bin. Heute haben wir gelernt, dass man diese in wenigen Schritten einfach mit dem Taschenrechner ausrechnen kann - und schon habe ich meine lang vergessene Liebe für meinen super tollen Taschenrechner wiedergefunden. Das einzige Problem ist nun nur noch, dass ich keine Ahnung habe, was ich da eigentlich ausrechne und wofür die ganzen Begriffe stehen - aber bis zur Prüfung ist ja noch ein bisschen Zeit. Heute haben wir auch mit SPSS angefangen. Das ist ein Programm, mit dem man Forschungsdaten in schöne Graphen und Zusammenhänge bringen kann. Hier gilt das gleiche Problem wie oben - ich weiß nun wie ich die Daten produziere - sie interpretieren kann ich jedoch nicht.

Ah und hier noch ein schönes Bild von unserem Campus. Man sagt sich, dass man mancher nachts noch die Turmglocken hört, wenn die Geister mal wieder spuken.



Ich freue mich schon sehr auf die Piratenparty heute Abend - ich werde berichten und Fotos machen :-)

Bis dann,


Dienstag, 2. September 2014

Erster Tag an der University of Twente


Hello my dear friends,

gestern war mein erster Tag an der Uni.. der erste offizielle! Morgens (also studentisches Morgen um 10:45 Uhr) hatte ich den Kurs namens "Research Methodology and Descriptive Statistics". Da geht es eigentlich nur um wissenschaftliche Forschungsmethoden. Und was ich bisher gehört habe, kannte ich schon von meinem Bachelorstudium. Da sind die Predigten von Herrn Szyszka wohl doch hängen geblieben. Die Vorlesung fand in einem Theatersaal statt - das hat mich auch sehr an meine alte Uni erinnert, dort hatten wir Kurse in einem Kinosaal, der noch von der Expo2000 übrig geblieben war.

Meine erste Vorlesung an der neuen Uni

In der Pause haben Anna und ich uns bei der Vereinigung unseres Studiengangs eingeschrieben. Wir sind nun Mitglieder von Communique und dürfen uns so viel Kaffee und Tee holen wie wir wollen :-) Und natürlich hat die Mitgliedschaft noch andere Vorteile.... wie zum Beispiel 10 % Rabatt auf den Kauf von Büchern - und es tut trotzdem noch weh! Hoffentlich sind die Bücher auch wirklich hilfreich und ich kann sie anschließend wieder verkaufen. Denn allein dieses Semester gehen über 220 Euro nur für Literatur drauf. Na ja... mein zweiter Kurs hieß "Communication Science" und da geht es um Theorien der Kommunikationswissenschaft und ihre Anwendung. Da gab es auch direkt mal Hausaufgaben. Zwei Kapitel lesen und im Anschluss Fragen dazu beantworten. Diese muss ich dann vor dem nächsten Treffen in einem Portal hochladen. Mal sehen wie das so funktioniert.

Abends war ich nur noch kurz einkaufen - nein, kein Vergüngungsshopping. Sondern Toilettenpapier, Frischhaltefolie, Schwämme, Seife, Spüli, Salz und so weiter und so weiter. Eben das, was man immer alles neu kaufen muss, wenn man umzieht. Und dann wird der Einkauf so teuer und man weiß gar nicht warum. Shopping gab es dann aber heute bei IKEA. Ich brauchte noch ein paar Kleinigkeiten, wie einen neuen Topf und eine große Kelle. Außerdem wollte ich unser Badezimmer mit ein paar Blumen und Teppichen verschönern. In der Fundgrube bin ich dann noch auf ein echtes Schätzchen gestoßen: eine Fußbank! Genau nach so etwas hatte ich schon die ganze Zeit gesucht - und dann auch noch heruntergesetzt! Dazu gab es noch zwei weiße Ersatzbezüge, da ich das letzte Stück gekauft hatte und sie noch ganz viele Bezüge übrig hatten. Ein echter Glücksgriff heute.


Nachher kommen noch drei Holländerinnen zum Essen vorbei. Das wird bestimmt gemütlich. Ich gehe jetzt eben noch schnell ein paar Zutaten einkaufen.

Bis dann,

Sonntag, 31. August 2014

Mein neues Zuhause: Enschede

Meine neuen niederländischen Bekanntschaften: Ismay, Annabel, Esther und Julien

Also meine Lieben,

die Kick-In Woche ist vorbei und nun fängt das wahre Leben in Holland an. Donnerstag Abend ist Papa vorbei gekommen, um mir beim Umzug zu helfen. Abends war noch die Abschlussparty und da habe ich meinen "alten Herrn" einfach mitgenommen. Meine neuen Studienkollegen fanden ihn total lustig und nett (habe ich heute erst noch mal von jemandem gehört). Papa hat auch schön mit getanzt und natürlich auch die ein oder andere Runde Bier spendiert. Gegen halb eins sind wir dann aber auch los gegangen (zu Fuß!). Es hat geregnet, aber ich konnte zum ersten Mal meinen neuen Heimweg ausprobieren. 

Party mit Papa und den Niederländern

Freitag Morgen sind um halb 8 in Enschede gestartet, um in Osnabrück den Transporter abzuholen. Mit dem ging es nach Hannover, wo meine lieben Freunde schon gewartet haben. Innerhalb einer Stunde war mein ganzes Hab und Gut verstaut und wir konnten einen letzten "deutschen" Döner essen gehen. Nächster Halt: Ikea in Hengelo! Hier habe ich mir einen Kleiderschrank, einen Schreibtisch, ein Bett, eine Kommode und ein Regal ausgesucht. Und damit war der Transporter auch voll!! Also schnell zurück nach Enschede zu meiner neuen Wohnung. Mit der Hilfe von Alex und Nadine (zwei, meiner neuen Mitbewohner) und Daniel mit seinem Bruder (bei denen ich die letzte Woche geschlafen habe) waren wir auch relativ schnell fertig mit dem Ausladen. Meine Kräfte waren am Ende und wenn Daniel und sein Bruder nicht gekommen wären, säßen wir wahrscheinlich immer noch mit den Paketen am Anfang der ersten steilen Treppe. Der hat die Pakete (jeweils bestimmt 40 kg schwer) einfach mit einer Hand hoch getragen. Wir konnten unseren Augen nicht trauen. Einfach fantastisch! Ich bin so dankbar, hier auch schon so wundervolle und hilfsbereite Menschen kennen gelernt zu haben! Aber hier war unser Tag noch nicht vorbei, denn wir mussten den Transporter noch zurück nach Osnabrück bringen und von da aus mit unserem Auto wieder nach Enschede fahren. Gegen halb eins saßen Papa und ich in meinem Zimmer, umgeben von Umzugskartons und Möbelkisten... am Ende mit unseren Kräften und den Nerven. Zeit fürs Bett!

Abschiedsgeschenke von den BESTEN FREUNDINNEN der Welt!

Samstag ging dann mit neuem Mut ans Möbel aufbauen. Zuerst das Bett, dann den Kleiderschrank und dann war es auch schon Zeit für meinen Vater wieder nach Hause zu fahren. Alex hat mir anschließend noch mit dem Schreibtisch und der Kommode geholfen. Zur Belohnung habe ich ihn mit zum Einkaufen genommen - mit dem Auto. Vor dem Schlafengehen habe ich noch versucht so viel wie möglich auszupacken.

Erste Bauphase

Heute Morgen bin ich erholt, aber mit einem Mordsmuskelkater aufgewacht. Nach dem Frühstück ging es direkt weiter mit dem Auspacken. Ich musste außerdem noch das Regal und die Schubladen für mein Bett zusammenbauen. Nun ist eigentlich fast alles verstaut und es sieht sogar echt gemütlich aus. Ich habe sogar schon gekocht - na ja, also Spaghetti mit Tomatensoße... 

Fertig!

Morgen fängt das Semester und ich bin gespannt, wie das alles so abläuft. Das niederländische Schulsystem funktioniert ja doch ein wenig anders... hier muss man sich die Lösungen selbst erarbeiten. Na das wird schon irgendwie klappen und ich bin ja nicht alleine :-)

Bis dann,